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Seit über 10 Jahren berichten wir hier von unserer Arbeit, unserem Leben als Familie, von Kuriosem und Verwunderlichem, von dem, was wir mit Gott erleben und manchmal auch einfach von unserem "ganz normalen" Alltag, der uns oft genug überrascht...

Wer stöbern möchte, was wir in den letzten Jahren getan haben, findet das gesamte Archiv der letzten Jahre über die Buttons am Seitenende. Viel Spaß!

 

15., 22., 28. April: Predigtdienste in Lorengau, Buliso und Lundret und viel, viel mehr...
Wir sind auf unserer Abschiedstour... Die letzten drei Sonntage waren wir immer in einer anderen Gemeinde. Die Leute wissen, dass unsere Zeit hier bald zu Ende geht und wollen uns nochmal bei sich haben. Es ist auch für uns eine gute Möglichkeit, viele nochmals zu sehen und nochmals in die Dörfer zu kommen.

Letzte Woche waren wir in Buliso. Eine Szene hat mich bewegt: Da kamen Jugendliche mit Fahnen von PNG, Manus und einer selbst gemalten Fahne von Bulsio in die Kirche gelaufen und haben dazu gesungen, dass Gott etwas Neues tut, sie nicht vergessen hat und heute noch Menschen zu sich ruft. Und dass sich etwas zum Guten verändert, wo die Gute Nachricht Menschen erreicht. Dafür sind wir hier. Die Jugendlichen haben ihre Sehnsucht zum Ausdruck gebracht, dass das auch unter ihnen und in ihrem Dorf geschieht, denn vieles in Buliso läuft eben nicht so, wie Gott es sich wünscht. Junge Leute saufen sich voll, vergeuden ihr Leben, stiften Unruhe - dabei hat Gott doch auch für ihr Leben einen Plan und eine Zukunft! Wir freuen uns, dass unter jungen Leuten in der ECOM etwas Neues entsteht und nach allem, was wir entdecken können, eine neue Leidenschaft wächst, Jesus nachzufolgen!

Die Wochen haben ja nicht nur Sonntage. Wir fangen damit an, die Häuser zu putzen, Sachen zu sortieren, zu packen, uns mit Leuten zu treffen, um Dinge zu regelnd, die für die Zeit nach unserer Abreise wichtig sind. Yvonne ist weiter im Jungendkreis aktiv, wie hier letzte Woche beim Backen.

Nebenbei hatte ich noch meinen Vierzigsten. Wir haben etwas Schönes gegessen und Kaffee getrunken, aber den Rest des Tages habe ich dazu genutzt, über die editierte Version meiner Dissertation zu schauen und die Endversion zurückzuschicken. Ich wollte mit 40 gerne mit meinem Doktorstudium fertig sein - das war wohl eine Punktlandung! Wenn wir ihm Sommer in Deutschland sind, dann gibt's irgendwann auch eine Feier!

10. April: Beerdigung
Vor einigen Tagen ist der Sohn eines unserer langjährigen Ältesten der Gemeinde gestorben. Er war um die 50 Jahre alt. Vor zwei Wochen hatte ich ihn noch ins Krankenhaus gefahren. Er war schon länger krank. Mir fällt immer wieder auf, wie viele recht junge Leute hier sterben. Von den letzten drei Beerdigungen, auf denen ich war, waren bei zwei die Eltern noch dabei.

Ich finde, es ist nicht recht, wenn Eltern ihre Kinder sterben sehen müssen und manches Mal bete ich, dass ich das nicht erleben muss. Den alten Lazarus da neben dem Grab seines Sohnes schluchzen zu sehen, geht schon ans Mark. Aber auf der anderen Seite stand unser Pastor neben ihm, hatte seinen Arm um ihn gelegt und ihn still getröstet. Was wäre, wenn es keine Hoffnung gäbe und keine Leute, die ein greifbares Zeichen der Nähe Gottes sind, wenn das Leben schwer wird? Das Licht des Evangeliums will gerade in den dunklen Stunden in unser Leben hinein scheinen!

30. März - 1. April: Ostern in Mbunai
Die Gemeinde in Mbunai an der Südküste von Manus hatte mich schon lange gefragt, an einem der großen Feste im Kirchenjahr zu kommen. Irgendwie hat es nie geklappt, aber jetzt sind wir als ganze Familie angerückt und haben Lea und Meike, unsere Lernhelferinnen, gleich noch mitgebracht. In der Gemeinde gibt es gerade keinen Pastor, aber eine unserer Studentinnen macht ihr Praktikum dort (Mbunai ist ihr Heimatort). Es war gut, mit ihr und den Leuten, die wir dort kennen, wieder Kontakt aufzunehmen.

Vor einigen Jahren haben wir die Frau eines Studenten in Mbunai beerdigt und so war der Besuch auch eine gute Gelegenheit, mich mit dem Witwer länger zu unterhalten.  

Dass eine der schönsten Inseln in Manus, Ndrova, dem Gemeindeleiter von Mbunai gehört und nur ein paar Minuten mit dem Boot entfernt liegt, haben wir am Samstag, wo nur abends Programm war, natürlich für einen schönen Ausflug genutzt - das konnten wir uns nicht entgehen lassen!

29. März: Verteidigung der Doktorarbeit
Am Ende eines Doktorstudiums steht die Verteidigung der Doktorarbeit, also ein Gespräch über die Dissertation, bei der einige Professoren Anmerkungen machen und kritische Fragen stellen. Um mir einen Flug in die USA zu sparen, haben wir das über Skype gemacht. Allerdings war das ein bisschen eine Zitterpartie, denn wir wissen hier nie, wie gut unser Internet ist. Wir haben den Termin auf heute Nacht um 2:00 Uhr gelegt (nachts ist das Internet am besten) und - Gott sei's gedankt! - die Verbindung hat gehalten.

Das Gespräch lief dann überraschend gut und ich muss nur zwei kleine Anmerkungen ergänzen und die Arbeit kann in die nächste Phase gehen. Die Frau meines Doktorvaters wird sie editieren, um mein Englisch lesbarer zu machen und alles schön zu setzen. Ich bin sehr, sehr froh, dass das so gut lief! Yvonne hat während der Verteidigung hinter der Tür gelauert, aber ich hab's nicht gemerkt. Ich glaub, sie war mindestens so aufgeregt wie ich :-)

Das Schild (rechts) war der Rat meines Doktorvaters. Ich habe versucht, ihn zu befolgen...

25. März: Palmsonntag
Heute waren die Jugendlichen aus unserem Jungenkreis mit einem Anspiel in der Kirche dran. Es ist Palmsonntag und wir haben hier in Manus tatsächlich einen Esel aufgetrieben für den Einzug Jesu in Jerusalem :-)

Gleich nach dem Gottesdienst sind wir in Richtung Strand losgefahren. Eigentlich hatte das in Gedanken mal als Familienausflug mit einigen Freunden angefangen. Dann dachten wir: auch komm, wir nehmen den Jugendkreis auch mit! Und dann hatten wir noch einige Flüchtlinge zum Gottesdienst mit eingeladen. Wir wussten, dass die nicht so viel Abwechslung haben und so haben wir sie auch noch mitgenommen. Am Ende waren wir so um die 50 Leute. Irgendwie kommt's meistens so :-) Aber wir hatten einen tollen, entspannten Nachmittag am Strand und sogar das Wetter war, anders als an den letzten Tagen, super zum Baden.

17. März: 75jähriger Jahrestag der Ermordung von sechs Manus-Missionaren
Heute jährt sich die Ermordung von sechs Liebenzeller Manus-Missionaren zum 75. Mal. Sie wurden während des Zweiten Weltkriegs von Japanern auf ein Schiff gebracht und gemeinsam mit anderen Missionaren auf dem Meer erschossen und über Bord geworfen. Die ECOM möchte daran mit einem jährlichen Gedenkgottesdienst erinnern. Gabriel Pondrun, Präsident der ECOM, sagte: "Der Same stirbt, aber ein neuer Spross wächst. Wir sind dieser neue Spross. Wir sind die Frucht ihrer Hingabe!"

Ich ermutige die versammelten Christen, die früheren Missionare nicht nur zu bewundern, sondern ihrem Beispiel zu folgen und sich mit ihrem Leben ganz Jesus hinzugeben. Wie das dann im Alltag genau aussieht, wird für jeden anders sein, aber die Herausforderung sein Kreuz auf sich zu nehmen und Nachfolger von Jesus zu sein (Lukas 9,23) gilt uns allen. Morgen bin ich dann gleich im Gottesdienst hier in Lugos dran, wo ich das Theman nochmals vertiefen werde.

11. März: Gottesdienst in Karun
So langsam wird die Abschlussrunde für uns in Manus eingeläutet. Es hat sich herumgesprochen, dass wir Anfang Juni unseren Einsatz in Manus beenden werden und immer mehr Gemeinden kommen auf uns zu und laden uns nochmal zum Gottesdienst ein. Heute waren wir in Karun auf dem "Highway", also ein bisschen weiter im Landesinnern von Manus.

Ich freue mich, dass Jugendliche das Vorprogramm gestalten und gute Musik machen, bei der sich eben auch jüngere Leute angesprochen fühlen. Ich rede darüber, dass Jesus uns zu sich ruft um uns wieder in die Welt zu senden. Sind wir unterernährt, fett oder fit um zu tun, was Jesus mit uns in dieser Welt vorhat? Die Bilder bleiben hängen.

Die Gemeinde lässt es sich nicht nehmen, uns noch zum Essen einzuladen. Eine gute Gelegenheit, mit einigen Leuten ins Gespräch zu kommen und über die Zukunft der Kirche in Manus zu reden und sie zu bitten, auch für unsere Zukunft als Familie zu beten. Es ist immer noch nicht klar, wie es für uns ab Herbst weitergeht. Wir versichern uns der gegenseitigen Verbundenheit und Fürbitte - und dann gibt's Essen - und das nicht zu knapp :-)

3. März: 20 anstatt fünf Gäste...
"Lade dir doch fünf Freundinnen ein, mit denen du deinen Geburtstag feierst" war Yvonnes Vorschlag an Joy. Das hat sie dann auch gemacht. So richtig mit Einladungskarten und so... Am Ende waren's heute Nachmittag dann etwa 20 Kids. Klar, wollte sich keiner Kuchen und Lollies und einige coole Spiele entgehen lassen. Dass Pläne nicht immer so aufgehen, wie man sich das denkt, kennen wir ja schon. Alle waren fröhlich - dann ist ja alles paletti!

25. Februar: Familienzeit 
Joy musste in Sachkunde mit Lea, einer unserer Lernhelferinnen, einen Spielenachmittag für die Familie vorbereiten. Der stand heute auf dem Programm. Also war mal Pause mit der Arbeit für einige Stunden. Auch nicht schlecht :-) Neben Sackhüpfen und Zublinseln stand Schokolade auspacken auf dem Programm. Wie Judy noch etwas gesehen hat, weiß ich nicht - aber Spaß hatten wir auf jeden Fall jede Menge!

13. Februar: Term 1 an der Bibelschule 
An der Bibelschule sind wir tatsächlich in der ersten Unterrichtswoche des neuen Schuljahres angelangt! Wir mussten den Start um eine Woche verschieben, weil noch nicht alle Studenten angekommen waren und letzte Woche war dann die Einführungswoche. Jetzt geht's gleich los. Ich hatte heute meinen ersten Unterrichtstag. "Methoden der Exegese" heißt mein Fach in diesem Quartal. Wie kann man biblische Texte besser verstehen? Darum geht's. Ich habe den Eindruck, dass wir dieses Jahr eine gute Truppe zusammen haben. Nach dem ersten Eindruck sind die Leistungsunterschied dieses Jahr nicht so groß wie letztes Jahr. Auch wenn mir die Doktorarbeit irgendwie im Nacken sitzt, freue ich mich auf den Unterricht in den kommenden Wochen.

4. Februar: Taufe 
Heute war ein großer Tag für uns: Taufe von 9 Jugendlichen und jungen Männern. Es war nicht die erste Taufe im letzten Jahr. Schon vor einigen Monaten wurden Jugendliche aus Yvonnes Jugendkreis getauft und später nochmals einige Schülerinnen und Schüler der ECOM Secondary School. Wir freuen uns über alles, was da gerade aufbricht!

Vor einiger Zeit kamen ein Flüchtling auf mich zu: "Mister Simon, kannst du mich taufen?" Ich frage zurück: "Was veranlasst dich dazu getauft werden zu wollen?" Antwort: "Was soll ich sagen? Ich habe Jesus lieb. Er lebt in meinem Herzen. Ich lese täglich die Bibel und merke, wie Gott mich verändert. Soll ich da nicht getauft werden!?" Was will man da noch sagen?? Hallelujah! Drei andere Flüchtlinge äußern ebenso den Wunsch getauft zu werden. Also haben wir uns einige Male zur Vorbereitung zur Taufe getroffen und heute war es dann so weit.

Einige Jugendliche aus dem Jugendkreis haben sich angeschlossen. Sie waren vor einigen Monaten beim Taufvorbereitungskurs dabei, waren dann aber irgendwie nicht so weit, dass sie sich taufen lassen wollten. Jetzt kamen sie von sich aus auf uns zu. Gott handelt in Menschen zu seiner Zeit. Wunderbar!

Was für uns als Familie ganz besonders war, war dass Johnny auch getrauft werden wollte. Wir waren schon lange darüber im Gespräch und jetzt war irgendwie die richtige Zeit dafür. Also hatten wir neun Täuflinge aus drei Nationen, alle zusammen im Meer. Ein schöneres Bild von der Einheit und Vielfalt in der Familie Gottes kann es für mich kaum geben! Wir haben Gott heute laut gepriesen für das, was er im Leben der jungen Leute getan hat!

 

 

 

 

 

21. Januar: Ausflug zu Johnny's Geburtstag
Vor ein paar Tagen feierte Johnny seinen 12. Geburtstag. Der Kleine ist ganz schön groß geworden - und meine Haare sind weniger geworden wenn ich das Bild so sehe... Weil hier immer noch Weihnachtsferien sind, sind eigentlich alle Kumpels von Johnny in ihren Heimatdörfern und es ist ziemlich langweilig für unsere Kids im Moment. Also haben wir die Jugendlichen vom Jugendkreis eingeladen und sind mit ihnen und unseren Kids zusammen auf Rara, die kleine Ausflugsinsel hier ganz in der Nähe gefahren. Es war immer wieder schlechtes Wetter in den vergangenen Tagen, aber heute war's richtig super und wir hatten jede Menge Spaß! Für mich war's ne schöne Abwechslung vom Dissertation schreiben, was mich sonst gerade zeitlich ziemlich in Anspruch nimmt. Aber sonntags mach ich frei. Ich freu mich gerade auf jeden Sonntag!

7. Januar: Gottesdienst in Lorengau, Essen mit Flüchtlingen
Nach Weihnachten haben die meisten Pastoren frei und der Pastor der Gemeinde in der Stadt bat mich, ihn heute im Gottesdienst in Lorengau zu vertreten. Das habe ich gern gemacht. Ich sprach darüber, dass wir gemeinsam unterwegs sind, aufeinander Acht haben sollen und vor allem denen, die straucheln oder gefallen sind, wieder aufhelfen sollen, sodass wir alle gemeinsam am Ziel ankommen. Eigentlich wollten einige Flüchtlinge zu uns in die Gemeinde auf unserer Station kommen, aber als ich sie mit Yvonne dann hinten in der Stadtkirche sitzen sah, habe ich ab und zu ein paar Sätze in Englisch in die Predigt einfließen lassen. So haben alle etwas verstanden.

Anschließend haben wir bei uns zu Hause zusammen gekocht. Fisch so zubereitet wie in Sri Lanka - der eine junge Mann hat's richtig drauf mit Kochen und es hat lecker geschmeckt!

 

 

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